Gottfried Hubmann

Willkommen

Werter Besucher, liebe Freunde der Harmonika!

Ich möchte Ihnen auf den folgenden Seiten einen Überblick über meinen künstlerischen Werdegang geben und darüberhinaus ist es mir eine große Freude Ihnen all die Talente, die ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Musiker und auch als Musiklehrer der Musikschule Mautern ausgebildet habe, vorstellen zu dürfen.

Weiters können Sie eine kleine Auswahl an Hörproben live genießen. Notenhefte können Sie gerne per E-Mail bei mir bestellen.

In der Galerie erwarten Sie die schönsten Erinnerungen eines musikalischen Lebens und es würde mich sehr freuen wenn Sie nach diesem virtuellen Rundgang Lust zum Musizieren mit der Harmonika bekommen.

Selbstverständlich können Sie mich gerne in musikalischen Angelegenheiten kontaktieren, ich werde so rasch wie möglich Ihre Fragen beantworten.
Viel Spass und schauen Sie bald wieder vorbei.

mit musikalischem Gruß
Gottfried Hubmann

Über mich

Gottfried Hubmann

lernte im Alter von 7 Jahren fast im Selbststudium die Steirische Harmonika. Nach der Schule folgte im Jahre 1996 das Studium „Lehrer für Volksmusikinstrumente“ am Konservatorium in Graz.

2001 absolvierte er die Lehrbefähigungsprüfung, 2008 das Bachelorstudium IGP Volksmusik an der Musik- und Kunstuniversität Graz und 2009 die Sponsion zum „Bachelor of Arts“ (BA).
Als vielfacher Preisträger von national- und internationalen Wettbewerben wurde Gottfried Hubmann in Rundfunk- und TV- Sendungen sowie zu Konzerten im In- und Ausland eingeladen. Aus dieser Zeit stammten auch drei Solo CD´s und eine DVD mit Eigenkompositionen. Er ist Komponist von über 340 Musikstücken (Volks-, Blas-, Welt-, Kirchen-, sowie Unterhaltungsmusik).
Gottfried Hubmann ist Herausgeber von 102 verschiedenen Spielheften (Vorstufe, Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe und Kunststufe) in Griffschrift und Notenschrift für Steirische Harmonika. Seit 2007 ist er als Juror und im Musikkomitee – Expertenpool des Harmonikaverbandes Österreichs ( H.V.Ö.) tätig. In einer nunmehr 28-jährigen Lehrtätigkeit haben mehr als 350 Schüler bei Gottfried Hubmann die Steirische Harmonika erlernt. Rund 220 Schüler waren Preisträger von nationalen und internationalen Volksmusik und Harmonika Wettbewerbe.

Seit 2002 unterrichtet er als Musikpädagoge Steirische Harmonika, diatonisches und chromatisches Hackbrett, Gitarre und Kontrabass an der öffentlichen Musikschule Mautern/Liesingtal und St. Peter Freienstein. Am 7. Jänner 2011 wurde Gottfried Hubmann zum Österreichischen Fachvorstand des H.V.Ö. für Steirische Harmonika gewählt

Gemeinderat in St. Peter-Freienstein
Obmann des Vereines: Freiensteiner Volkskultur
Zweigstellen Koordinator von der Musikschule Mautern – Zweigstelle St. Peter-Freienstein

BA Gottfried Hubmann

Hubmann´s Harmonikachor von der Musikschule Mautern/St. Peter-Freienstein

Wissenswertes

Das Wort „steirisch“ in Verbindung mit der Entstehung der Steirischen Harmonika

Die Steirische Harmonika ist das ursprünglichste Instrument aller Akkordeontypen. Die frühe Entstehung geht aus dem „accordion“ des Erfinders Cyrill Demian hervor, der in Wien als Orgel- und Klaviermacher arbeitete und am 23. Mai 1829 dafür das Patent bekam.

Unter Einfluss und Wünschen von Volksmusikanten entwickelte sich die Harmonika stetig weiter, bis 1850 das Modell feststand. Um 1870 war die Entwicklung vom Tonumfang bzw. Tonanordnung soweit fortgeschritten, dass es nur mehr wenige Veränderungen gab.

Obwohl das Instrument in Wien seinen Siegeszug antrat, erlebte es in der Steiermark eine besondere Beliebtheit und verbreitete sich schnell auf andere Bundesländer.

Woher die Bezeichnung „Steirische“ stammt, ist unklar, ebenso wann sie allgemein in Gebrauch kam. Dass die ländliche Musik in Wien „steirisch“ genannt wurde, ist nur bedingt richtig, denn die Folklore-Mode in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kannte sowohl „Steirerlieder“ als auch „Kärntner- und Tirolerlieder“ und alle diese Stile fanden aufgrund ihrer Beliebtheit auch Eingang in die Klavier- und Kammermusik der Zeit.

Historisch genaue Angaben über die technische Entwicklung der Steirischen, ihre geographische Verbreitung und ihren Einzug in die ländliche Volksmusik sind leider noch mit Vorbehalten verbunden, weil die Volksmusikforschung ihr Interesse die längste Zeit auf das Volkslied fokussierte und die instrumentale Tanz- und Brauchtumsmusik links liegen ließ – und so gilt die „Steirische“ heute wohl als das Volksmusikinstrument schlechthin. Endgültig durchgesetzt hat sie sich aber wohl erst nach 1950.

Der Unterschied der Steirischen zu anderen diatonischen Harmonikainstrumenten (Bandoneon, Deutsche Concertina, französisches Accordéon diatonique usw.) besteht nicht nur im Einbau von Helikonbässen, sondern auch in der Tastenbelegung auf der Diskantseite.

Vor allem bei der Concertina war es so, dass um ein erstes Kerntastenfeld nach und nach Tasten und Töne hinzugeführt wurden, je nach musikalischen Wünschen und spieltechnischen Überlegungen, sodass im Laufe der Jahre eine kaum zu überblickende Vielfalt an Tastaturen und Tonlagen entstand.

Der Bau von Helikonbässen ist offenbar gegen Ende des 19. Jahrhunderts von Böhmen und Sachsen ausgegangen und wurde rasch von österreichischen Harmonikabauern – ausgenommen Wien – aufgegriffen. Die Wiener „Schrammelharmonika“ zeichnet sich typischerweise durch einen 12-knöpfigen Behelfsbass, die so genannte „Wiener Begleitung“, aus. Gelegentlich fehlt die Bassseite überhaupt.

Einen Sonderfall des Harmonikabaues, der keine Nachahmer gefunden hat, stellen die Doppelharmonikas von Peter Stachl sen. dar.

Es gab 3-, 4- und 5-reihige Doppelharmonikas, z. B. 3-reihig: „G C F – B Es As“ und eine 3-reihige Harphon-Patent-Harmonika, die zweimal umschaltbar war „E A D – G C F – B Es As“. Trotz intensiver Werbung war die Nachfrage nicht besonders groß, denn sein Sohn und Nachfolger hat den Bau nach 1945 nicht mehr fortgesetzt.

Tabulaturschriften zum Erlernen des Instrumentes waren von Anfang an gebräuchlich:
  • In Wien stellte Adolph Müller 1833 eine Accordeonschule vor: „Wie man das Accordeon in kurzer Zeit spielen lernt“.
  • In Paris fand man eine französische Harmonikaschule (1834) von M. Reisner: „Instruktion, um das Accordeon mit 8 Tasten spielen zu lernen“.
  • 1892 gab der böhmische Harmonikabauer Josef Hlavacek eine Harmonikaschule zum Selbstunterricht heraus und legte sie auch seinen Instrumenten bei.
  • 1909 findet sich im „Grazer Schreib-Kalender“ ein Inserat von Hans Konrad: „Musikwaren-Versandhaus in Brüx (Böhmen) – Selbstlernschule zu jeder Harmonika gratis“.
  • Max Rosenzopf hat sich der Griffschrift im Jahre 1975 bedient und seine durch Feldforschung erhaltenen Stück in dieser Form notiert. Erst 1983 versuchte Josef Peyer durch sein Schulwerk, die Stücke im Violinschlüssel zu notieren, um mit der Steirischen Harmonika nach Noten spielen zu können. Durchsetzen konnte sich das Noten-Schulwerk bis heute leider nicht.
  • Johann Murg schrieb im Rahmen seiner Diplomarbeit 1985 ebenfalls ein Schulwerk in Notenschrift, das sich des Intervallsystems bedient und so unabhängig von der Stimmung der Harmonika und der Tonart für bestimmte Reihen ist.

Obwohl diese Schulwerke nicht weiter verbreitet sind, kann man annehmen, dass
sie in einer Griffschrift stehen, um dem Anfänger die vermeintlichen Mühen des Notenlernens zu ersparen. Auch die Deutsche Concertina und das Bandoneon wurden nach einer Griffschrift gespielt. Das mag anfangs dem Laien durchaus eine Erleichterung für das Musizieren auf den nicht gerade übersichtlichen Tastaturen geboten haben. In Verbindung mit der erwähnten Vergrößerung und Individualisierung des Tastenfeldes entwickelte sich daraus jedoch eine Notierung, die wesentlich komplizierter war als die traditionelle Notenschrift.

Seit 1977 ist die Nachfrage, die Steirische Harmonika in den Musikschulen zu erlernen, ständig gestiegen und erfreut sich einer ständig wachsenden Beliebtheit.

Auch die Harmonika-Erzeuger haben das Spielen erleichtert, indem sie die Instrumente in der Bauart und Herstellung derart verbessert haben, dass ein hervorragendes Niveau erreicht wurde.

Vorgenanntes war natürlich grundlegend, dass die Steirische Harmonika heute sogar in Konservatorien unterrichtet wird und in den Musik-Universitäten den Einzug in der IGP-Ausbildung gefunden hat.

Gottfried Hubmann, BA
H.V.Ö. Fachvorstand – Steirische Harmonika